22. August 1950

Otto Lummitzsch, der Leiter der „Technischen Nothilfe“ erhielt am 22. August 1950 vom Bundesministerium des Inneren (Bundesinnenminister und Auftraggeber war Herr Dr. Gustav Heinemann) den Auftrag zur Gründung einer zivilen, gemeinnützigen technischen Hilfsorganisation. Die Basis dazu bildete die Technische Nothilfe (TN), die seit 1919 die hatte, die öffentlichen Versorgungseinrichtungen wie Strom, Wasser oder Gas in Krisensituationen aufrecht zu erhalten. Hieraus entstand das „Technische Hilfswerk “ THW.

Es werden nun im gesamten Bundesgebiet Ortsverbände gegründet und freiwillige Helfer geworben. Nach dem ersten großen Auslandseinsatz (Sturmflut in den Niederlanden) wird am 25. August 1953 das THW in den Status einer nicht rechtsfähigen Bundesanstalt erhoben.

Zu diesem Zeitpunkt existierten bereits mehr als  300 Ortsverbände deutschlandweit.

Otto Lummitzsch, Initiator und Gründer des THW, wird erster Direktor der neuen Bundesanstalt THW.

Ende 1958 wird die THW Leitung durch das Gesetz zur Errichtung eines Bundesamtes für zivilen Bevölkerungsschutz als Bundesbehörde mit dem neuen Bundesamt verbunden. Der Direktor THW war gleichzeitig auch Vizepräsident des Bundesamtes für Zivilschutz.

Durch das „Gesetz über die Erweiterung des Katastrophenschutzes“ vom 09. Juli 1968 wird das THW auch formell Teil des Zivilschutzes und stand damit als öffentliche Einrichtung im Verteidigungsfall für Katastrophenschutz zur Verfügung. Die drei im Helfergesetz festgeschrieben Hauptaufgaben des Technischen Hilfswerks sind:

 

  • Technische Hilfeleistung im Zivilschutz
  • Technische Hilfe bei der Bekämpfung von Katastrophen und Unglücksfällen größeren Ausmaßes auf Anforderung der für die Gefahrenabwehr zuständigen Stellen
  • Technische Hilfeleistung im Ausland im Auftrag der Bundesregierung

 

Nach der politischen Eingliederung des Saarlandes als 11. Bundesland an die Bundesrepublik Deutschland wird auch hier mit den Aufbauarbeiten zu einem  THW Landesverband Saarland begonnen. Oberingenieur Max Jüttner erarbeitet im Auftrag des Direktors Technisches Hilfswerk, Dr.-Ing. Alexander Löfken, die Grundlagen für die Errichtung eines Landesverbandes. Die Vorbereitungen für die Stationierung und den Aufbau der ersten Ortsverbände und der Dienststelle des Landesbeauftragten sind Ende des Jahres 1957 abgeschlossen. Bereits am 08. Januar 1958 wird der Dienstbetrieb aufgenommen.

 

 21. Januar 1958

Gründung des THW-Landesverbandes Saarland. Auf der Landrätekonferenz in Blieskastel wird durch den damaligen Innenminister des Saarlandes Herrn Julius von Lautz der Auftrag zur Gründung eines Landesverbandes gegeben. 15 Ortsverbände mit ca. 800 freiwilligen Helfern sind geplant. Erster Landesbeauftragter ist der Oberingenieur Max Jüttner.

 

19. Juni 1958

Gründung des Ortsverbandes St. Ingbert als erster Ortsverband im Landesverband Saarland

 

19. September 1958

Auf Anregung des Amtsvorstehers für das Amt Wadern Herrn Herbert Klein fand ein erstes Gespräch mit Herrn Schillo (THW Geschäftsführer für den Betreuungsbereich Saarlouis) statt, mit dem Inhalt, auch in Wadern einen THW-Ortsverband zu gründen. Herr Klein gab zu verstehen, dass die vorgesehenen Standorte der THW-Ortsverbände Merzig und Mettlach sehr weit von den Amtsbezirken Wadern und Weiskirchen im Hochwald entfernt seien und im Falle einer Katastrophe die Hochwaldgemeinden nicht auf den Einsatz des THW rechnen könnten. Hingewiesen wird auf die waldreiche Gegend und die vorhandenen größeren Industriebetriebe.

 

30. September 1958

Antrag des Amtsvorstehers Wadern, Herrn Herbert Klein, an den Minister des Inneren in Saarbrücken über den Landrat des Kreises Merzig-Wadern Herrn Matthias Linicus zur Gründung eines THW-Ortsverbandes in Wadern

 

13. Oktober 1958

Die Zustimmung des Landrates Herrn Matthias Linicus in Merzig zur Gründung eines THW-Ortsverbandes in Wadern wird an den Herrn Minister des Inneren in Saarbrücken weitergeleitet.

 

11. Juli 1959

Antrag durch den Landesbeauftragten des THW Landesverbandes XI, Herrn Oberingenieur Max Jüttner an das Bundesamt für zivilen Bevölkerungsschutz in Bad Godesberg zur Errichtung eines weiteren THW-Ortsverbandes, dem 15. im Saarland in Wadern.

 

18. August 1959

Genehmigung durch das Technische Hilfswerk im Bundesamt für zivilen Bevölkerungsschutz in Bad Godesberg zur Errichtung eines THW-Ortsverbandes im Saarland in Wadern.

 

22. August 1959

Info an den Amtsvorsteher für das Amt Wadern, Herrn Herbert Klein, über die Genehmigung zur Errichtung eines THW-Ortsverbandes in Wadern sowie ein Schreiben an die Straßenmeisterei 5, Herrn Bau-Ingenieur Artur Dibo, mit der Bitte einer Terminvorgabe zu einem Gespräch über den weiteren Verlauf und auch die Übernahme des Ehrenamtes als erster Ortsbeauftragter.

 

29. September 1959

In die Helferliste des neuen THW-Ortsverbandes Wadern wird mit Aufnahmeantrag Nr. 1 der Bau-Ingenieur Dibo Artur, geb. 15.08.1928 eingetragen.

 

06. Oktober 1959

Herr Artur Dibo erhält von dem THW Landesbeauftragten für das Saarland, Herrn Oberingenieur Max Jüttner, im Einvernehmen mit dem Amtsvorsteher des Amtes Wadern, Herrn Herbert Klein, den Auftrag zum Aufbau des THW-Ortsverbandes Wadern.

 

14. Oktober 1959

Beauftragung des Herrn Artur Dibo durch das Technische Hilfswerk im Bundesamt für zivilen Bevölkerungsschutz in Bad Godesberg zum ersten Ortsbeauftragten für den neuen THW Ortsverband in Wadern.

 

21. Oktober 1959

Im Einvernehmen mit dem Amtsvorsteher für das Amt Wadern, Herrn Herbert Klein, und dem neuen Ortsbeauftragten, Herrn Artur Dibo, findet im Gasthaus  Dagstuhler Hof eine Versammlung statt, die der Aufklärung eines bestimmten Personenkreises über die Aufgaben des Technischen Hilfswerkes dienen soll. Auf Einladung durch Herrn Herbert Klein sind ca. 35 Personen des öffentlichen Lebens, Vertreter der Industrie, des Handwerkes und Gewerbes sowie Leiter der Behördendienststellen anwesend.